Sind Polen gastfreundlich und Deutsche pünktlich? Start einer neuen Schulpartnerschaft mit einer deutsch–polnischen Begegnung
Am 21. November 2025 fand an den Evangelischen Johanniter-Schulen Wriezen ein besonderer Begegnungstag statt: Rund 60 Schülerinnen und Schüler des 3. Allgemeinbildenden Lyzeums aus Gorzów-Wielkopolski und der Johanniter-Schulen kamen erstmals zusammen und legten damit offiziell den Grundstein für eine neue Schulpartnerschaft.

Nach ein paar „Ice-Breaking Aktivitäten“ zu Beginn stellten Schülerinnen und Schüler beider Schulen ihre Einrichtungen in kurzen Präsentationen vor. Dabei erhielten die Gäste spannende Einblicke in den Schulalltag, Traditionen und Besonderheiten der jeweiligen Schulen.
Im Mittelpunkt des weiteren Programms stand die gemeinsame Arbeit an kurzen Theaterstücken. In gemischten deutsch–polnischen Gruppen entwickelten die Jugendlichen zwei- bis dreiminütige Sketche zu bekannten Klischees, wie etwa: „Polen sind besonders gastfreundlich und herzlich“ oder „Deutsche sind immer pünktlich und perfekt organisiert“.
Die Gruppen schrieben eigene Drehbücher, verteilten Rollen und präsentierten ihre Interpretationen humorvoll und kritisch. Danach gab es Austausch dazu, inwieweit solche Vorstellungen aus Sicht der Schüler stimmen.
Vor allem bei den deutschen Schülerinnen und Schülern zeigten sich nach dem Austausch sich verändernde Einstellungen. Persönliche Begegnungen halfen, einseitige Bilder abzubauen und neue Sichtweisen zu gewinnen. Sprachbarrieren wurden gemeinsam überwunden, weil Englisch die offizielle Kommunikationssprache war, und ein engagiertes Miteinander prägte die Atmosphäre.
Ein besonders schöner Moment war die Übergabe kleiner Geschenke durch die polnische Delegation – ein Zeichen der Wertschätzung und ein Spiegel der oft genannten polnischen Gastfreundschaft. Der Tag endete mit großer Vorfreude – der Gegeneinladung: Am 26. Mai 2026 folgt der Besuch der Wriezener Schülerinnen und Schüler in Gorzów. Dann wird die neue Partnerschaft weiter vertieft – mit neuen Begegnungen, gemeinsamen Projekten und vielleicht sogar durch entstehende Freundschaften.
(Text und Bilder: Kornel Naruszewicz, Fachbereichsleiter für Fremdsprachen)


