Knusprige Brote aus dem Holzbackofen

Während der Projektwoche 2026 bewährte sich der Dorfbackofen in Altfriedland bereits zum zweiten Mal als „Außerschulischer Lernort“. Mit Freude stellte der Verein „LANGES HAUS ALTFRIEDLAND e.V.“ seinen Holzbackofen den Schülerinnen und ihrem Chemielehrer zur Verfügung.

Ziel des Projektes war es, dass die Schülerinnen alte Techniken des Backens kennenlernen und leckere Backwaren selbst herstellen. Am ersten Tag wurde vorbereiteter Teig durch Kneten und Rollen zu Brötchen geformt und diese dann gebacken. Die noch warmen Brötchen bildeten ein zweites Frühstück mit selbst aus Schlagsahne geschüttelter Butter, das allen Teilnehmerinnen gut schmeckte. Schließlich hatten sie nicht nur eine bekannte Nussnougatcreme, sondern auch Frischkäse, Salami, Lachs und Käse als Belag mitgebracht. Anschließend bereiteten sie einen Hefeteig und Streusel zu. Das Ergebnis waren fluffige Streuselschnecken, von denen nachmittags auch die Geschwister und Eltern etwas abbekamen.

Am zweiten Tag wurde der Holzbackofen angefeuert – dazu wurde Holz hineingelegt, dünne Äste und Holzwolle als Anzünder hinzugefügt und entzündet. Schon bald prasselte ein Feuer im Ofenraum. Dann ging es in der Küche weiter. Zum Sauerteig, der schon über Nacht gegangen war, wurden Mehl, Wasser und Salz hinzugegeben und danach in der Küchenmaschine verknetet. Während der Teig nochmals gehen durfte, wurden einige Scheite nachgelegt, damit der Ofen auch bei Minusgraden heiß genug wurde.

Nun ging es ans Brote formen; der Teig wurde aufgeteilt und jede Schülerin faltete und rollte ihre Teigportion zu einem kleinen Brot, das sie in ein Gärkörbchen legte. Während der nächsten Ruhephase gab es ein paar Informationen über Sauerteig und andere Triebmittel für Teige. Zu der übrigen Butter vom Vortrag rührten die Jugendlichen Knoblauch, Salz, Pfefffer, Olivenöl, Oregano und geriebenen Parmesankäse, das ergab eine schmackhafte Parmesanbutter. Mit dicken Handschuhen versehen räumten die Schülerinnen die übrige Glut und Asche aus dem Ofen – dann war es endlich soweit: Die Brotlaibe wurden hineingeschoben. Nach einer guten halben Stunde wurde der Ofen wieder geöffnet und die Brote begutachtet. Sie waren aufgegangen und hatten eine knusprige Kruste – also raus damit. Nach kurzem Abkühlen schnitt sich jede Teilnehmerin ihre ersten Scheiben ab und kostete. Alle waren stolz und zufrieden – die eigenen Brote schmeckten super. (Ulrich Dahl, Redaktion)

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