Von Wriezen nach Japan – Tausende Kilometer, eine gemeinsame Idee

Wie sieht ein normaler Schultag auf der anderen Seite der Welt aus? Tragen Schülerinnen und Schüler Uniformen? Wie viel Hausaufgaben bekommen sie, und was gibt es in der Schule zu essen? Genau diesen Fragen werden unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen der wiederaufgenommenen und neu belebten Zusammenarbeit mit Hachioji Junior & Senior High School nachgehen.

Benjamin Franke, Annette Hollitzer-Bennör, Harada Ryo, Anni Ziebarth, Tave Heyer, Fujioka Takashi, Kornel Naruszewicz, Karsten Ilm

Der Besuch unserer japanischen Gäste, Herr Fujioka und Herr Harada in Wriezen bot die Gelegenheit, bestehende Kontakte wieder aufzugreifen und neue Ideen für die zukünftige Zusammenarbeit zu entwickeln. Zum Programm gehörten ein Rundgang mit der Schulleiterin Frau Hollitzer und mit Herrn Ilm, dem Bürgermeister von Wriezen durch die Stadt mit Stationen rund um das Leben und Wirken von Dr. Koenuma sowie ein Besuch unserer Schule. Nach einer Schulpräsentation, einem gemeinsamen Mittagessen und vielen Gesprächen tauschten sich beide Seiten darüber aus, wie deutsche und japanische Schülerinnen und Schüler künftig voneinander lernen können. Auch die lokalen Medien begleiteten den Besuch und berichteten über die Begegnung und die wiederaufgenommene deutsch-japanische Zusammenarbeit.

Unser erstes gemeinsames Projekt trägt den Titel „Unsere Schulen stellen sich vor“. Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse in Wriezen sowie Mitglieder des International English Club in Japan werden kurze Videos über ihre Schulen erstellen. Im Mittelpunkt stehen Schulwerte, Unterrichtsfächer, Tagesablauf und Unterrichtszeiten, Schuluniformen, Noten, Hausaufgaben und Schulessen. Wir sind gespannt darauf, Gemeinsamkeiten, Unterschiede und sicher auch einige Überraschungen zu entdecken.

Weitere mögliche Projekte beschäftigen sich mit der Biografie von Dr. Koenuma, Smartphone-Nutzung und Handyregeln an Schulen, den Hobbys Jugendlicher sowie der Frage, wie junge Menschen in Deutschland und Japan ihre Ferien und Freizeit verbringen. Auch anspruchsvollere Themen wie Atomwaffen, ihr Einsatz im Zweiten Weltkrieg und aktuelle globale Bedrohungen sollen gemeinsam betrachtet werden.

Eine weitere Idee ist die digitale Beteiligung japanischer Schülerinnen und Schüler an unserer Model-United-Nations-Konferenz in Wriezen am 4. März 2027.

Die Partnerschaft soll aber nicht nur aus Projekten bestehen. Die Schülerinnen und Schüler sollen auch die Möglichkeit haben sich privat kennenlernen. Und wer weiß, vielleicht landen unsere Schüler mal in Japan oder Japanische bei uns für ein Schuljahr oder ein Halbjahr?

E-Mails, Online-Treffen, Videos, Diskussionen und neue Kontakte – unsere deutsch-japanische Zusammenarbeit wird mit vielen frischen Ideen weitergeführt. Zwei Schulen, zwei Kulturen, tausende Kilometer Entfernung – und eine Partnerschaft, die wieder in Bewegung kommt. (Red: NA, Fotos: DA)

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