Bereits zum zweiten Mal: 9. Klassen der Evangelischen Johanniter-Schulen Wriezen besuchen die Technische Universität Berlin
Am 21. November 2025 machten sich die 9. Klassen auf den Weg in die Hauptstadt – zur Technischen Universität in Berlin-Charlottenburg. Nach einer kurzen Begrüßung durch Eva Kampmeyer von der Studienberatung warteten drei Angebote auf die Schülerinnen und Schüler. Die von den Dimensionen der Uni beeindruckten Jugendlichen besuchten entweder das Institut für Luft- und Raumfahrt, das Mineralogische Museum oder das dein-Labor.

Zwischen imposant großen bunten Kristallen und Meteoriten erläuterte Susanne Herting-Agte die Bedeutung der unterschiedlichsten Mineralien für die Menschheit.
„Besonders die wirtschaftliche Entwicklung und der technische Fortschritt hängen stark von der Versorgung mit mineralischen Rohstoffen ab“, so die Kustodin a.D. der Sammlung. Sie verwies auf die aktuellen Diskussionen über „seltene Erden“.
Einen Bezug zum aktuellen Unterricht im Fach Chemie stellte sie mit Erklärungen zu verschiedenen Salzen und deren Kristallformen her.



Im dein-Labor, abgekürzt für „Das Elektrotechnik- und Informatik Labor“ ging es sehr praktisch zu.
Die Schülerinnen und Schüler löteten aus verschiedenen elektronischen Bauteilen eine kleine Konsole, mit der sich die unterschiedlichsten Töne erzeugen lassen.
Dabei kam es auf Präzision und Fingerspitzengefühl an. Die Studierenden Eva und Franklin erklärten den Umgang mit Lötkolben und Lötzinn geduldig ganz genau und zeigten, welche Lötstellen noch einmal nachgearbeitet werden mussten.
Schon bald erfüllten fröhliche elektronische Klänge den Raum und es blieb noch ausreichend Zeit, so dass die Jugendlichen Eva und Franklin Fragen zum Studium, den Voraussetzungen und dem persönlichen Werdegang stellen konnten, die die Studierenden und gern ausführlich beantworteten.
Im Insititut für Luft- und Raumfahrt (ILR) erfuhren die jungen Besucher zunächst, was Satelliten eigentlich sind und wie sie funktionieren. Anschließend konnte live miterlebt werden, wie Kontakt mit zwei Satelliten aufgenommen wurde, die gerade über die Technische Universität flogen. Beide künstlichen Himmelskörper wurden am ILR der TU Berlin entwickelt, gebaut und im Huckepack mit anderen größeren Satelliten auf ihre Umlaufbahn im All befördert.

Im Abschluss konstruierten die Schülerinnen und Schüler aus Kunststoffteilen eigene Satellitenmodelle in Originalgröße. Dabei stellten sie erstaunt fest, wie wenig Platz vorhanden ist und wieviel Technik trotzdem untergebracht werden kann.
Die Exkursion zeigte im Rahmen der Berufsorientierung einen Teil der vielfältigen Möglichkeiten auf, die es nach dem Abitur gibt.
