Warum müssen wir das denn lesen? / Neu-Entdeckung eines literarischen Klassikers
„Der zerbrochne Krug“ von Heinrich von Kleist ist in diesen Jahren die Pflichtlektüre für die Abiturienten; in vielen Bundesländern lesen die Schülerinnen und Schüler diesen Lustspielklassiker.

Um herauszufinden, warum die Lektüre von Kleists Stück auch für heutige Jugendliche noch wertvoll und inspirierend sein kann, besuchten die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs am 27. Mai 2026 das Kleistmuseum in Frankfurt (Oder).

Zugegeben, einige in der Gruppe zweifelten, ob es sich für sie wirklich lohnen könne, diesen Klassiker zu lesen. Doch die Ausstellung des Kleistmuseums und die engagierte Führung der Museumspädagogin Christina Dalchau machte deutlich, wie versiert Kleist die deutsche Sprache anwendete, wie sehr er um jede scheinbar unbedeutende Formulierung rang.
Seine Sprache und seine literarischen Ideen zeugen bis heute von einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Leben und den Menschen. Seine Themen sind dabei zeitlos und auch für heutige Jugendliche relevant: Macht, Verantwortung, Zweifel, Zufall, Scheitern, aber auch die Suche nach eigenen unkonventionellen Lebensentwürfen.
Und so lautete das vorläufige Zwischenfazit eines Schülers in der Beschäftigung mit dem streitbaren Dichter: „Gar nicht mal so uninteressant.“ (Marlen Wahren, Deutsch-Lehrerin)
